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    Industrie25. März 20265 minBenjamin Wald

    Recruiting-Video im Handwerk & Industrie: So gewinnen Betriebe qualifizierte Fachkräfte

    Fachkräftemangel ist Realität. Recruiting-Videos sind kein Wundermittel — aber richtig eingesetzt der wirksamste Hebel, um passende Bewerber zu erreichen und Fehlbesetzungen zu vermeiden.

    Warum die Stellenanzeige allein nicht mehr reicht

    Im Handwerk und in der Industrie ist der Bewerber der Kunde. Wer heute eine gute Schweißerin, einen erfahrenen Baumaschinenführer oder eine CNC-Fachkraft sucht, konkurriert mit dem gesamten regionalen Markt. Text-Stellenanzeigen liefern in vielen Berufen nur noch einen Bruchteil der Bewerbungen, die sie vor 10 Jahren brachten.

    Was Recruiting-Video anders macht

    Bewerber wollen wissen, wie ein Arbeitstag wirklich aussieht — nicht wie das Corporate PDF ihn beschreibt. Video zeigt in 60–90 Sekunden Werkstatt, Team, Führungsstil, Ausstattung. Das reduziert Fehlbesetzungen: Wer sich nach einem ehrlichen Video meldet, weiß was ihn erwartet.

    Was ein gutes Recruiting-Video enthält

    • Der Mitarbeiter erzählt selbst — keine Führungskraft, keine Off-Stimme.
    • Konkrete Aussagen: Was macht ihm/ihr Spaß, was war schwierig, was ist besser als beim Vorgänger-Betrieb.
    • Sichtbare Arbeitsumgebung — Maschinen, Pausenraum, Sicherheitsausstattung.
    • Klarer CTA mit einer einfachen Bewerbungsmöglichkeit (WhatsApp, kurzes Formular, direkter Ansprechpartner).

    Format & Kanäle

    • 9:16 Reel für Instagram, TikTok, Facebook — 30–60 Sekunden, Untertitel Pflicht.
    • 16:9 Version für Website & Stellenportale — 90–120 Sekunden.
    • Portrait-Serie statt Einmal-Film: Ein Mitarbeiter pro Video, monatliche Veröffentlichung.

    Was kostet ein Recruiting-Video?

    Ein sauberes Format startet in Österreich bei rund 1.500 € pro Mitarbeiter-Portrait. Eine ganze Kampagne (5–8 Portraits, mehrere Cuts, Ads-Assets) liegt zwischen 8.000 € und 20.000 €. Verglichen mit einem einzigen Personalberatungs-Mandat ist das üblicherweise günstig.

    Fazit

    Recruiting-Video ersetzt keine Personalabteilung. Aber es sortiert Bewerber vor, macht den Betrieb sichtbar und funktioniert vor allem in Regionen, wo die klassische Stellenanzeige leerläuft. Das größte Risiko ist nicht der Aufwand, sondern ein geschöntes Video, das nach dem Probemonat zu Kündigungen führt.

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